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Änderungen des Privatinsolvenzrechts Mitte 2015

Mann mit leeren TaschenMit diesem Beitrag möchte ich Sie ein bisschen aufwecken und darauf hinweisen, welche nachteiligen Änderungen es im Privatinsolvenzrecht gibt. Alle Unternehmen, die an Privatkunden liefern, müssen sich vielleicht sogar darauf einstellen, dass der eine oder andere Kunde absichtlich mehr einkauft, als er bezahlen kann.

Einer der Hauptgründe dafür ist die nachteilige Veränderung bei der sogenannten Wohlverhaltensperiode. Musste der überschuldete Privatkunde bisher sechs Jahre lang alle Einnahmen bis auf den pfändbaren Betrag abgeben, so wird diese Zeit unter bestimmten Voraussetzungen nur noch halbiert. Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie bei Forderungen an Privatkunden noch genauer hinsehen müssen. Wer seine Forderungen nicht durch Factoring absichert, der muss zwar weniger Teilzahlungen verbuchen, kann aber im Endeffekt höhere Wertberichtigungen und Verluste damit nicht ausschließen.

Firmen sollten auf die Änderungen des Privatinsolvenzrechts Mitte 2015 achten

Zahlt der Privatkunde die Verfahrenskosten und begleicht einen geringen Teil der Schulden (25 % sind im Gesetzentwurf vorgesehen), so kann er nach drei Jahren die vollständige Restschuldbefreiung erlangen. Als beste Schutzmaßnahmen dagegen empfehlen wir das Factoring, da das gesamte Risiko des Einbringens der Forderung ja bereits bei Entstehen verkauft und abgetreten wird. Und somit das Factoring-Unternehmen alleine das Risiko und den Aufwand für das Eintreiben der Forderung trägt.

Meiner persönlichen Meinung nach ist diese Änderung des Privatinsolvenzrechts ein weiterer Schritt in Richtung Täterschutz. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen werden dann mit einer noch geringeren Bedienung der Forderungen rechnen können. Denn statt 72 Monatsraten stehen zur Tilgung der Schulden lediglich 36 Monatsraten zur Verfügung. Danach kann der frühere private Schuldner wieder ganz normal einkaufen und im schlimmsten Fall eine neue Schuldenspirale starten.

Deshalb sollten alle Unternehmen darüber nachdenken, die Forderungsrealisierung auf eine bessere Grundlage zu stellen und qualifizierte Dienstleister in Anspruch zu nehmen.

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