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Ab Mitte Juli 2016 könnten die Forderungsausfälle steigen

Für alle Unternehmen, die an Privatkunden liefern, könnten die demnächst anstehenden Änderungen des Privatinsolvenz-Rechtes einen unangenehmen Weckruf bedeuten. Diese zeigen leider auch wie weit sich die Gesetzgebung von kleinen und mittleren Unternehmen entfernt und wie wichtig das Factoring in den nächsten Jahren werden wird. Kurz nach dem 01. Juli 2016 werden weitere Hemmschwellen für alle Privatkunden fallen, die auf Kosten ehrlicher Unternehmer leben möchten und Leistungen beziehen, aber nicht bezahlen möchten.

Risiko steigt bei privaten Kunden

Nach dem bisherigen Recht mussten Privatkunden, die sich überschuldet haben, eine sogenannte Wohlverhaltensperiode von sechs Jahren einhalten. Dies bedeutet, dass sie eingegangene Schulden – beispielsweise für Luxuskonsum, die sie nicht bezahlen konnten oder wollten nach Verbrauchen des eigenen Vermögens aus ihren Einnahmen sechs Jahre lang abstottern mussten. Bei Arbeitnehmern blieb dann gerade noch einmal das Existenzminimum übrig. Auch bei dieser Regelung kam es zu vielen Forderungsausfällen bei all denjenigen, die das Factoring nicht nutzen. Der geplante § 300 Abs. 1 Ziff. 2 InsO wird diese sog. Wohlverhaltensperiode aber auf drei Jahre verkürzen.

Damit steigt das Risiko insbesondere für alle Unternehmen, die etwas individuell anfertigen und dann vielleicht gar nicht mehr zurückholen bzw. pfänden können. So mancher Privatkunde kann dann auf den Gedanken kommen, sich etwas Einmaliges zu gönnen und dies dann nicht abzahlen zu wollen. Dann setzen beispielsweise bei einer langen Zahlungsvereinbarungen nach ein oder zwei bezahlten Monatsraten die Zahlungen aus und der Lieferant muss ein Mahnverfahren einleiten.

Gut ist dann lediglich, wenn es sich um einen beweglichen Gegenstand wie ein Auto handelt, der dann auch gepfändet werden kann. In vielen anderen Fällen aber wird der Unternehmer auf vielen seiner eigenen Kosten im Klartext gesprochen sitzen bleiben und auch die Buchhaltung wird sich lange mühen, um durch aktives Inkasso wenigstens einen Teil der Forderungen realisieren zu können. Und vielleicht erst nach vielen entgangenen Einnahmen auf die Idee des Factorings kommen.

Diese schuldnerfreundlichen Änderungen möchte ich ganz deutlich und im Klartext als Täterschutz bezeichnen. Gegen diesen Täterschutz bieten sich unterschiedliche Lösungsvarianten inklusive Factoring an. Folgende Varianten sind denkbar: Onlineshops und Unternehmen mit vielen Kunden mit kleineren Rechnungsbeträgen können und werden auf einen Ausgleich zwischen den püntklich zahlenden Kunden und den Schuldnern setzen können. Neben dem Angebot der Vorauskasse oder Lieferung per Nachname ist dies die einzige Alternative. Ein paar Prozent Zahlungsausfall sind dann leider unvermeidbar und müssen dann entweder aus dem Gewinn getragen oder von den Kunden bezahlt werden. Dies ist zwar genauso ungerecht wie ehrliche Kunden in Ladengeschäften für die Ladendiebstähle aufkommen zu lassen, ist aber leider unvermeidbar!

Professioneller Umgang mit Kunden

Spätestens wenn es aber um größere Einzelforderungen in vierstelliger Höhe – wie beispielsweise bei einer Bad-Sanierung, beim Handel mit Unterhaltungselektronik oder auch Lieferung von Baumaterialien an Unternehmen oder privat geht, sollte das liefernde Unternehmen professionell vorgehen. Entweder eine Anzahlung fordern oder stattdessen lieber gleich den besseren Weg gehen und per Factoring das Risiko auf einen Finanzspezialisten übertragen.

Wenn Sie also nicht nach dem Prinzip handeln möchten, dass die „Letzten die Hunde beißen“ (also die letzten Gläubiger, die einem Pleite gehenden Kunden noch liefern), dann sollten Sie dringendst und noch vor dem 01. Juli über Factoring und eine Modernisierung des Zahlungsverkehrs nachdenken.

Gerne wäre ich Ihr Lotse zu einem Factoring Partner, der Sie dabei unterstützt, die Einnahmen-Basis zu stabilisieren.

Kontaktdaten
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